Inhaltsverzeichnis
Der gefährlichste Konflikt eines Unternehmers

Der innere Konflikt vieler Unternehmer: Warum Freiheit oft am eigenen Denken scheitert 

Es gibt einen Satz, den ich in nahezu jedem zweiten Unternehmergespräch höre. 

„Ich wünsche mir mehr Zeit.“ 

  • Mehr Zeit für die Familie. 
  • Mehr Zeit für Strategie. 
  • Mehr Zeit für neue Ideen. 
  • Mehr Zeit für das Leben außerhalb des Unternehmens. 

Und nur wenige Minuten später folgt fast immer der zweite Satz. 

„Aber bei mir geht das einfach nicht.“ 

Genau zwischen diesen beiden Aussagen liegt einer der größten inneren Konflikte, den inhabergeführte Unternehmer erleben. Ein Konflikt, der nicht nur Energie kostet, sondern langfristig Wachstum verhindert, Beziehungen belastet und im schlimmsten Fall in gesundheitliche Krisen führt. 

Ich kenne diesen Konflikt nicht nur aus der Arbeit mit Unternehmern. Ich kenne ihn aus meinem eigenen Leben. 

Warum Unternehmer nicht am Markt scheitern 

Die meisten Unternehmer glauben zunächst, ihr Problem sei Zeit. Doch Zeit ist fast nie das eigentliche Problem. 

Zeit ist lediglich die Folge. 

Die eigentliche Ursache liegt häufig viel tiefer: Der Unternehmer ist zum Mittelpunkt seines eigenen Unternehmens geworden. Jede Entscheidung läuft über ihn. Jedes größere Problem landet auf seinem Schreibtisch. Mitarbeiter warten auf Freigaben. 

Kunden möchten „nur kurz“ mit dem Chef sprechen. Vertrieb funktioniert am besten, wenn der Inhaber selbst übernimmt. Das Unternehmen wächst. Doch gleichzeitig wächst auch die Abhängigkeit. 

Nicht vom Markt. Nicht von den Kunden. Sondern vom Unternehmer selbst. 

Der Satz, der alles verändert 

Es gibt einen Satz, den ich früher selbst immer wieder ausgesprochen habe: 

„Es geht eben nicht anders.“ 

Ein harmloser Satz. Und gleichzeitig einer der gefährlichsten Glaubenssätze im Unternehmertum. Denn sobald wir ihn glauben, hören wir auf, nach Lösungen zu suchen. Wir akzeptieren, dass unser Unternehmen eben so funktioniert. Wir akzeptieren, dass Urlaub schwierig ist. 

  • Dass Familie warten muss. 
  • Dass Freizeit irgendwann später kommt. 
  • Dass Unternehmertum eben hart sein muss. 

Doch genau hier beginnt die eigentliche Falle. 

Unternehmer werden nicht über Nacht müde 

Burnout entsteht selten durch eine einzige stressige Woche. Er entsteht durch Jahre permanenter innerer Spannung. Durch den täglichen Konflikt zwischen dem Wunsch nach Freiheit und dem Glauben, dass Freiheit im eigenen Unternehmen unmöglich sei. 

Ich selbst habe diesen Preis bezahlt. 2011 zwang mich ein Burnout dazu, mein gesamtes Unternehmertum zu hinterfragen. 

Heute bin ich dankbar dafür. Nicht für den Burnout. Aber für die Erkenntnis. Denn sie hat mein gesamtes Verständnis von Unternehmertum verändert. 

Freiheit entsteht nicht durch weniger Arbeit 

Viele glauben, Unternehmerfreiheit bedeute, weniger zu arbeiten. Ich sehe das völlig anders. Unternehmerfreiheit bedeutet, entscheiden zu können, 

  • woran du arbeitest, 
  • wann du arbeitest, 
  • wo du arbeitest, 
  • und mit wem du arbeitest. 

Freiheit ist keine Frage der Stunden. Sie ist eine Frage der Verantwortung. Und vor allem der Verteilung von Verantwortung. 

Warum erfolgreiche Unternehmer früher investieren 

Einer der größten Unterschiede zwischen Unternehmern, die dauerhaft operativ gefangen bleiben, und denen, die Freiheit gewinnen, ist ihr Blick auf Investitionen. 

Viele versuchen zunächst, möglichst günstige Mitarbeiter einzustellen. Das kann funktionieren. Es braucht allerdings Zeit. Sehr viel Zeit. Manchmal fünf oder sechs Jahre. 

Andere Unternehmer entscheiden sich bewusst dafür, Menschen einzustellen, die deutlich mehr kosten. Nicht, weil sie Geld übrig haben. Sondern weil sie Zeit gewinnen wollen. 

Diese Menschen bringen häufig Führungserfahrung, Entscheidungskompetenz und Eigenverantwortung bereits mit. 

Natürlich müssen auch sie das Unternehmen kennenlernen. Doch sie können wesentlich schneller Verantwortung übernehmen. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht: „Kann ich mir diesen Mitarbeiter leisten?“ 

Sondern: „Was kostet es mich, wenn ich diese Entscheidung weitere fünf Jahre verschiebe?“ 

Der teuerste Irrtum im Mittelstand 

Viele Unternehmer halten ihre Unersetzlichkeit für eine Stärke. Tatsächlich ist sie oft das größte Risiko des Unternehmens. 

Denn wenn alles an einer Person hängt, 

  • sinkt die Zukunftsfähigkeit, 
  • steigt das Ausfallrisiko, 
  • wird Nachfolge schwieriger, 
  • leidet der Unternehmenswert, 
  • und Wachstum wird immer anstrengender. 

Ein Unternehmen sollte stabil sein, weil viele Verantwortung übernehmen. Nicht, weil einer alles trägt. 

Die entscheidende Veränderung beginnt im Kopf 

Bevor sich Prozesse verändern, bevor Führungskräfte wachsen, bevor Verantwortung abgegeben wird, passiert immer eine andere Veränderung. 

Der Unternehmer entscheidet sich, seine eigene Geschichte zu hinterfragen. 

Nicht: „Es geht nicht.“ Sondern: „Wie könnte es gehen?“ Dieser kleine Perspektivwechsel verändert häufig das gesamte Unternehmen. 

Mein Fazit 

Ich glaube nicht, dass Unternehmertum bedeuten muss, das eigene Leben dem Unternehmen zu opfern. Ich glaube an Unternehmer, die gestalten. Die Menschen entwickeln. Die Verantwortung teilen. Die Zukunft aufbauen. 

Denn genau dafür sind Unternehmer einmal gestartet. Nicht, um der wichtigste Mitarbeiter ihrer eigenen Firma zu werden. Sondern um etwas aufzubauen, das größer ist als sie selbst. 

Häufige Fragen (FAQ) 

Warum fühlen sich viele Unternehmer dauerhaft gestresst? 

Weil Verantwortung, Entscheidungen und operative Aufgaben dauerhaft bei einer Person zusammenlaufen. Dadurch entsteht nicht nur Zeitdruck, sondern auch permanenter mentaler Stress. 

Wie erkenne ich, ob mein Unternehmen zu stark von mir abhängt? 

Ein einfacher Test: 

  • Entscheidungen warten auf dich. 
  • Urlaub funktioniert nur eingeschränkt. 
  • Kunden wollen hauptsächlich mit dir sprechen. 
  • Mitarbeiter fragen bei vielen Themen nach deiner Freigabe. 
  • Neue Projekte bleiben liegen, weil der Alltag dominiert. 

Treffen mehrere Punkte zu, solltest du die Strukturen deines Unternehmens überprüfen. 

Muss ich als Unternehmer weniger arbeiten? 

Nein. Die entscheidende Veränderung besteht nicht darin, weniger zu arbeiten. Sondern an den richtigen Themen zu arbeiten. Strategie statt Tagesgeschäft. Führung statt Kontrolle. Entwicklung statt Feuerwehr. 

Kann ein kleines Unternehmen überhaupt ohne den Inhaber funktionieren? 

Ja. Nicht vollständig. Aber deutlich unabhängiger als viele glauben. Gerade kleinere Unternehmen profitieren von klaren Verantwortlichkeiten, Führung und funktionierenden Strukturen. 

weitere Ratgeberartikel
Hör auf, die Probleme deiner Mitarbeiter zu lösen
Hör auf, die Probleme deiner Mitarbeiter zu lösen 

Warum Unternehmer selbst zum Engpass ihres Unternehmens werden – und wie du Verantwortung wirklich ins...

Wofür arbeitest du eigentlich wirklich?
Unternehmerfreiheit statt Unternehmerabhängigkeit: Warum erfolgreiche Unternehmen an ihrem eigenen Erfolg scheitern – und wie Sie sich daraus befreien 

Vor wenigen Tagen bin ich aus dem Urlaub zurückgekehrt.  Wie so oft wartete direkt am...

Warum Mitarbeiter keine Verantwortung übernehmen – und warum Motivation meist nicht das Problem ist
Warum Mitarbeiter keine Verantwortung übernehmen – und warum Motivation meist nicht das Problem ist 

Es gibt Erkenntnisse, die tun erst einmal weh.  Es gibt Sätze, die höre ich in...

VBA Events Logo

Von operativer Abhängigkeit zur unternehmerischen Freiheit – Dank klarer Strukturen und Selbstführung

Nico Lindner von VBA Events

Herausforderung

Im Oktober 2022 wurde Nico während eines beruflichen Webinars zum Thema „Berufliche und persönliche Zukunftsgestaltung” auf unsere Unternehmensberatung aufmerksam. Zu diesem Zeitpunkt suchte er nach Antworten auf Fragen zu:

  • langfristigen Zielen, 
  • Unternehmensnachfolge und 
  • der finanziellen Absicherung.


Er spürte Veränderungen in der aktuellen wirtschaftlichen Lage, war sich seiner gesundheitlichen Risiken bewusst und wollte Klarheit schaffen.

Im Januar 2023 begannen wir unsere Zusammenarbeit mit einer gründlichen Bestandsaufnahme von Nicos Leben, seinem Unternehmen und seinen Mitarbeitern. 

Die Herausforderung bestand darin, klare Ziele für die kurz-, mittel- und langfristige Zukunft zu formulieren. Basierend auf dieser Analyse entwickelten wir einen umfassenden Handlungs- und Strategieplan für die nächsten 9 bis 12 Monate.

Lösungen

Strukturaufbau und Klarheit

Wir konzentrierten uns darauf, notwendige Strukturen und Systeme für Nicos Ziele zu schaffen. 

Dies beinhaltete:

  • die Schaffung klarer organisatorischer Abläufe
  • Transparenz 
  • Kommunikationsregeln 
  • die Identität des Unternehmens zu definieren
  • die angebotenen Leistungen zu klären
  • den Mehrwert für Kunden zu ermitteln
  • klare Verantwortlichkeiten und Vertretungen auf das gesamte Team festzulegen. 

Führungskompetenzen und Kommunikation

Um Nicos Vision erfolgreich umzusetzen, war es entscheidend, das Führungspersonal in den erforderlichen Fähigkeiten auszubilden. 

Wir legten besonderen Wert auf effektive Kommunikation und Mitarbeiterführung. Damit war sichergestellt, dass die Teams sich wohlfühlten und die Unternehmensleitung Vertrauen in den reibungslosen Ablauf hatte. 

Wir förderten die Selbstführung und die Fähigkeit zur Planung bei Nico und seinen Mitarbeitern. 

Dies schuf eine klare Ausrichtung und Identifikation mit dem gemeinsamen großen Ziel.

Ergebnisse

Die bisherigen Ergebnisse zeigten eine beeindruckende Transformation. 

Wir haben erfolgreich an der Entwicklung und Umsetzung eines Strategie- und Zielplans gearbeitet. 

Jetzt funktionieren Nicos unternehmerische Prozesse auch ohne seine direkte Intervention. 

Dies ermöglicht es ihm, sich stärker auf das Networking, die Präsentation und die Entwicklung neuer Ideen zu konzentrieren – seine Schlüsselkompetenzen..

Fazit und Zukunftsausblick

Die Fallstudie von Nico Lindner unterstreicht die Bedeutung einer 

  • klaren strategischen Ausrichtung, einer
  • organisatorischen Klarheit und der
  • kontinuierliche Verbesserung von Führungskompetenzen. 

Diese Elemente haben Nico geholfen, seine Zukunft zu gestalten und sein Unternehmen erfolgreich zu transformieren. 

Es ist das Ergebnis einer engagierten Zusammenarbeit und einer klaren Vision für die Zukunft.

15 % Umsatzwachstum durch transformative Führung

Ausgangslage

Gerald Heerdegen mit über 20 Jahren Unternehmer Erfahrung ist seit Jahrzehnten als einziger Fahnenhersteller in Österreich Innovationsführer und arbeitet kontinuierlich an der Weiter­entwicklung von Produkten und Prozessen.

Sein Unternehmen setzt Maßstäbe im Bereich Nachhaltigkeit und Mitarbeiterwohl. Dies zeigt sich z. B. anhand einer firmeneigenen Küche, die Zutaten aus dem eigenen Garten bezieht, einem Betriebskindergarten und umfassenden Gesundheitsvorsorgemaßnahmen. 

Herausforderung:

Trotz starker Basis sah Gerald sich mit erheblichen persönlichen und beruflichen Herausforderungen konfrontiert. Er fühlte sich am Rande eines Burnouts und stand unter dem Druck, das Unternehmen durch eine schwierige wirtschaftliche Lage zu führen und gleichzeitig die Übergabe an die nächste Generation zu planen.

Gerald benötigte Unterstützung, um Klarheit und Struktur in seine Vision für das Unternehmen zu bringen und seinen anhaltenden Erfolg zu sichern. 

Lösung:

Gemeinsam initiierten wir eine Reihe von Workshops, um diese Herausforderungen anzugehen. 

Der Fokus lag auf Identifizierung und Priorisierung von kritischen Aufgaben. Die Teamarbeit wurde auf Umsatzgenerierung ausgerichtet und auf effektives Management laufender Projekte. 

Wichtige Beobachtungen waren:

  • Zahlreiche unvollständige Projekte überforderten das Personal.
  • Mitarbeiter waren demoralisiert durch den ständigen Zustrom neuer Projekte.
  • Entscheidungsprozesse wurden durch Geralds direkte Beteiligung verlangsamt.
  • Mitarbeiter wurden nicht ausreichend dazu befähigt, eigenständig Verbesserungsprozesse zu initiieren.

Der strategische Ansatz umfasste:

  • Priorisierung der Aufgaben und Fokussierung auf sofort umsatzrelevante Aktivitäten.
  • Straffung des Projektmanagements zur Vermeidung von Überlastung des Personals.
  • Förderung autonomer Entscheidungsfindung bei den Mitarbeitern.
  • Reduktion von Geralds direkter Einbindung in tägliche Abläufe, um Entscheidungsstaus zu vermeiden.

Umsetzung:

Innerhalb von drei Monaten setzen wir signifikante Änderungen um:

  • Neuausrichtung des Teams zur Sicherstellung, dass kritische Aufgaben abgeschlossen wurden.
  • Verschiebung von nicht essentiellen Projekten und Trainingsprogrammen. 
  • Reduzierung der externen Verpflichtungen des Geschäftsführers um 75%.
  • Konzentration des Geschäftsführers auf die strategische Führung.

Ergebnisse:

Die Transformation zeigte beeindruckende Ergebnisse:

  • Erhöhte Teamfokussierung und -moral
  • Verbesserte Entscheidungsprozesse
  • Ein Umsatzplus von 15%

Wir etablierten eine nachhaltige Wachstumsstrategie, die das Unternehmen auf zukünftige technologische Entwicklungen und Markterweiterungen vorbereitet.

Fazit:

Durch den strukturierten und fokussierten Ansatz gelang es Gerald mit unserer Zusammenarbeit, das Unternehmen erfolgreich durch diese herausfordernde Phase zu führen. Jetzt steht sein Unternehmen auf einer soliden Basis für zukünftiges Wachstum und Nachhaltigkeit. 

Das Unternehmen ist nun hervorragend aufgestellt, um unter neuer, dynamischer Führung weiter zu florieren und sich flexibel an die wandelnden Anforderungen der Branche anzupassen.

Was Gerald über die Zusammenarbeit sagt:

“Die Zusammenarbeit mit Dirk hat mir in den letzten Monaten sehr geholfen meinen beruflichen und persönlichen Zielen als Unternehmer näherzukommen. Die individuelle Begleitung, das Erarbeiten der Kernthemen, die sehr unkomplizierte und bedarfsgerechte Unterstützung und eine Arbeit auf Augenhöhe mit Handschlagqualität begeistern mich. Ich traue mich nach ca. 8 Monaten Zusammenarbeit zu sagen, dass Dirk mich als Unternehmer und mein Unternehmen FAHNENGÄRTNER einen großen Schritt weiterbringt und dabei zu 100% auf die Vorortsituation, unsere Vision und Leitlinien und auch auf die Mitarbeiter eingeht. Kein übergestülptes Programm sondern ein schrittweises Vorgehen. Gerade das ist in der heutigen Zeit sehr wichtig, weil sich der Markt gerade enorm und rasch verändert. Dirk ist ein Unternehmerberater, der den Unternehmer talentorientiert coacht und dabei unterstützt aus dem Hamsterrad der Geschäftigkeit auszusteigen, effizienter und effektiver zu arbeiten und seine Ziele zu erreichen.”
Gerald Herdeegen
Inhaber & Geschäftsführer Fahnen-Gärtner GmbH